Chorleiter


Die eindeutige Beziehung zwischen einer Geste und dem Klang kann nicht interpretiert werden, aber zum Erlebnis werden.

Dieses Zitat des großen Dirigenten Sergiu Celibidache drückt im Wesentlichen den intimsten Moment zwischen Dirigent und Chor aus, der letztlich zu Musik wird. All das Studieren der Bewegungsmöglichkeiten von Händen dient einzig dazu, die sängerischen Potenziale der Chorsänger zu Klang werden zu lassen. Alle interpretatorischen und technischen Diskussionen verstummen für ein einziges „Es-ist-so.“

 


Ensembles in St. Michael zu den Wengen

Seit November 2015 gibt es an der Wengen-Kirche einen neuen Chor, der den Namen StimmKunst trägt. Der Name ist  Programm, denn der Chor hat sich zur Aufgabe gemacht, große Werke der Kirchenmusik, wie Kantaten von Johann Sebastian Bach und andere a capella und instrumental begleitete Chormusik in Gottesdiensten und Konzerten zur Aufführung zu bringen. Mittlerweile hat der Chor ca. 35 Sängerinnen und Sänger. Wer sich für den Chor interessiert, sollte Leidenschaft für die Musik und das Singen mitbringen und nicht älter als 60 Jahre sein. Der Chor wird stimmbildnerisch betreut von Elisabeth Sporer.

Seit Herbst 2017 gibt es in Wengen einen neuen Chor, der sich Wengenchor nennt. Mittlerweile hat der Chor ca. 40 Sänger und hat am 21. Januar 2018 ein erfolgreiches Debüt gegeben. Am Ostermontag, 2. April um 19.00 Uhr führt der Chor gemeinsam mit StimmKunst meiern Messe „Victimae paschali laudes“ auf.

Die Schola Gregoriana besteht aus sieben Männern und widmet sich dem umfangreichen Repertoire des Gregorianischen Chorals. Zu den Höhepunkten zählen die alljährlichen Vespern an Weihnachten und Ostern, die wir mit dreistimmigen Psalmengesängen gestalten. 2015 feierte die Schola ihr zwanzigjähriges Bestehen.

Das Reger Vokal Ensemble hat sich in diesem Jahr personell stark verändert. Nachdem vier Sängerinnen aus beruflichen Gründen den Chor verlassen haben, kamen neue, junge Gesichter hinzu. An Auftritten gibt es in diesem Jahr ein Konzert am 1. November in der Wengen-Kirche, gemeinsam mit vier weiteren Chören. Und am 17. Dezember beschließen wir das Jahr mit einem Adventskonzert in Blaubeuren.

Zur Wengen-Kirche gehört seit Januar 2016 ein eigenes Orchester, das unter dem Namen Kontra.Punkt auftritt. Es setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Ulmer Philharmoniker und weiteren Ulmern Berufsmusikern. Die Besetzung wird von Kirsten Jacobs-Brannath, je nach Projekt, zusammengestellt.

Hinzu kommt ein Sängerpool, der aus Profis und Semi-Profis besteht und unter dem Namen CantArt auftritt. Gemeinsam mit den festen Chorgruppen gestaltet das Ensemble Gottesdienste und auch Konzerte in der Wengen-Kirche. Die Besetzungen reichen vom einfachen Quartett bis hin zur mehrchörigen Besetzung.

Hans-Multscher-Grundschule

Am kulturellen Bildungsprofil bei Kindern mitzuarbeiten ist eine eigene faszinierende Seite. Seit Februar 2010 erteile ich an der Hans-Multscher-Grundschule einen Vormittag pro Woche Musikunterricht und leite den Schulchor. Es gibt Komponistenportraits, Orgelvorführungen, Vorstellung von Instrumenten und alljährlich im Sommer eine große Kinderkantate, die wir zusammen mit einem Jugendorchester aufführen. Die Hans-Multscher-Schule ist weit und breit die einzige Schule, die seit Sommer 2013 eine eigene Schulhymne hat. Nach einem Text von Bernd Schmitt (Opernregisseur und Autor) komponierte ich eine Hymne, die mittlerweile zum festen Repertoire der Schüler und Lehrer gehört.
Am 3. und 4. März 2016 kam nach einjähriger Vorbereitungszeit die szenische Kantate Hans Multscher, das Ulmer Münster und der Schmerzensmann zur Aufführung. Für diese einstündige Kantate schrieb Christine Kappl den Text, der von Karin Kiehlneker bearbeitet und von mir vertont wurde. Dafür wurde im April 2015 eigens eine Theater AG ins Leben gerufen, die unter der Regie von Karin Kiehlneker seit Mai letzten Jahres auf dieses Ereignis hin probt. Eine weitere Aufführung fand am Sonntag, 19. Juni um 15.00 ihr im Paul-Gerhardt-Saal der Martin Luther Kirche statt.

Scherer-Ensemble/Heinz-Güller-Ensemble

Hin und wieder ist es schön, den Platz mit einem anderen Chorleiter zu tauschen und so bin ich seit über 11 Jahren sängerisch als Tenorist und an den Tasten im Scherer-Ensemble tätig, das von Thomas Müller geleitet wird. Dieses Ensemble widmet sich in erster Linie vergessener a capella Kostbarkeiten aus dem süddeutschen Raum. Und alle zwei Jahre gibt es in Geislingen ein Männerchor-Highlight, das Heinz-Güller-Vokalensemble, das von Markus Sontheimer und seiner Frau organisiert wird.